Was ist Kindertagespflege?

Die Kindertagespflege ist eine gesetzlich anerkannte Betreuungsform im familiennahen Umfeld. Sie ist hinsichtlich der qualitativen Voraussetzungen und Maßstäbe gleichrangig mit der U3-Betreuung in einer Tageseinrichtung.

  • Aus pädagogischer Sicht ist die Betreuung in einer kleinen Gruppe für die Entwicklung von Kindern unter drei Jahren ideal. Die Tagesmutter hat die Zeit und die Möglichkeit, sich den einzelnen Kindern intensiv zuzuwenden und auf die individuellen Bedürfnisse besonders einzugehen.
  • Die Nähe zur Tagesmutter gibt den Kindern Sicherheit und schafft Vertrauen.
  • Bei der Betreuung in einer Tagespflegestelle mit bis zu fünf Kindern können Gruppenerfahrungen im kleinen, überschaubaren Rahmen gemacht werden. Diese Situation ermöglicht soziales Lernen ebenso wie eine begrenzte Auswahl an vertrauten Spielpartnern.
  • Die hohe Flexibilität der Kindertagespflege ist Eltern bei der Organisation ihres Alltags eine große Hilfe.

Tagesmütter betreuen im eigenen Haushalt, im Haushalt der Eltern oder in angemieteten Räumen (Großtagespflege).

Tagesmütter benötigen eine amtliche Pflegeerlaubnis, um tätig sein zu können.

Frühkindliche Bildung und Pädagogik als zentraler Bestandteil der Kindertagespflege

Tagesmütter/-Väter übernehmen eine wichtige Aufgabe, weil sie Kinder in ihrer frühen Entwicklung begleiten. Sie planen pädagogische Angebote, fördern das Lernen und ermöglichen Kindern, die Welt auf ihre eigene Weise zu erfahren. Die Kinder spielen gemeinsam in der Gruppe und erlernen so früh Grundlagen des sozialen Miteinanders. Die Kindertagespflege ist stark familiär geprägt. Den Kindern wird damit ein Umfeld geboten, in dem sie ein hohes Maß an Alltagsbildung erfahren. Kindertagespflege: ein besonderer Beziehungs- und Lernort.